Sachsens erste, längste und steilste Schmalspurbahn führte von Wilkau-Haßlau in der Nähe von Zwickau über Kirchberg, Rothenkirchen, Stützengrün und Schönheide bis nach Carlsfeld. Die Strecke durchstreifte das östliche Vogtland und das Westerzgebirge. Doch 1977 wurde das letzte Teilstück stillgelegt. Damit es dabei nicht für immer bleibt, gründeten eifrige Eisenbahnfreunde 1991 die Museumsbahn Schönheide e.V. Diese baute den vier Kilometer langen Abschnitt Stützengrün – Schönheide wieder auf und betreibt ihn als Museumsbahn.
Drei IV K-Dampfloks sind heute in Schönheide stationiert: 99 516, 99 582 und 99 585. Die beiden erstgenannten sind betriebsfähig und ziehen an mehreren Wochenenden im Jahr die Züge entlang des Fußes von Kuhberg und Fuchsstein. Seit 2006 veranstaltet die Museumsbahn Schönheide in Zusammenarbeit mit dem FHWE ein Mal im Jahr ein großes Eisenbahnevent, das so genannte WCd-Schmalspurbahn-Festival. In einem der historischen Personenwagen der Museumsbahn befindet sich zudem eine Außenstelle des Schönheider Standesamtes. Seit 2007 kann man in diesem Wagen offiziell heiraten!