Tourismusverband Erzgebirge e.V., Annaberg-Buchholz

Eisenbahnromantik & Oldtimerträume ...

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Eisenbahnromantik & Oldtimerträume...

Der Traum aus Diesel und Dampf – Wie die Erzgebirger die gute alte Zeit mit viel Liebe am Leben erhalten

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Kraftvoll und anmutig schnauft das schwarze  Stahlroß durch eine Landschaft, wie sie im Bilderbuch steht: Links die feinen Häuschen mit ihren roten Dächern, rechts der satte Nadelwald. Mit einem langgezogenen Pfeifen, begleitet von einer zischenden Dampfwolke, grüßt sie die Wanderer unten im Tal – genau so wie sie es vor mehr als 120 Jahren schon gemacht hat. Ein Fenster zu dieser längst vergangenen Zeit öffnet sich dem, der im Erzgebirge mit einer der historischen Schmalspurbahnen unterwegs ist oder wem eine begegnet. Speziell der Streckenbau durch das Erzgebirge stellte die Planer damals vor schwierige Aufgaben: Es galt Flüsse zu überqueren und Täler mit Viadukten zu überbrücken. Genau das macht eine Reise durch die Region auf Schienen heute so abwechslungsreich. Auf insgesamt 55 Kilometern Gesamtlänge führen die vier Strecken der Fichtelberg-, Preßnitztal- und Weißeritztalbahn sowie der Museumsbahn Schönheide durch verträumte Dörfer und idyllische Landschaften. Mehr als 10 Dampfloks sind regelmäßig in Betrieb und werden von Erzgebirgern, die ihre Arbeit aus Liebe zu den alten Stahlkolossen tun, der Nachwelt erhalten. Viel Begeisterung steckt auch im Schmalspurbahn-Museum Rittersgrün und im Eisenbahnmuseum Schwarzenberg. Dort können Besucher die Lokomotiven in ihren Lokschuppen aus nächster Nähe betrachten. Etwas kleiner aber genauso eindrucksvoll sind die fünf Modelleisenbahnanlagen im Erzgebirge. Detailreich zeigen sie die große Welt im Kleinen, zum Beispiel das Modellbahnland Erzgebirge in Thermalbad Wiesenbad. Sie ist in Europa die größte Anlage mit 45 Millimetern Spurweite. Auf 770 Quadratmetern und 660 Metern Gleis fahren 30 Züge um etwa 450 Gebäude. Wem das alles noch nicht genug ist, der kann gern einen Ausflug unternehmen mit der Drahtseilbahn Augustusburg oder der Erzgebirgischen Aussichtsbahn, deren Höhepunkt die Überquerung des Markersbacher Viaduktes ist. Das dichte Schienennetz des Erzgebirges zeugt von einer Industriekultur, welche die Erzgebirgerdamals mit Leidenschaft und Überzeugung vorangetrieben haben.

 

Und so wundert es nicht, dass der auch Vater des sächsischen Automobilbaus – August Horch – vor über 100 Jahren in Zwickau seine ersten Fahrzeuge konstruierte und baute. Seither ist der deutsche Automobil- und Motorradbau mit Namen wie Audi, DKW, Wanderer, Auto Union, Barkas, Trabant und den aktuellen Fertigungsstätten von BMW, Porsche und Volkswagen in Leipzig, Dresden und Zwickau-Mosel verknüpft. Zahlreiche Museen halten Erinnerungen an die Anfänge wach: Im August-Horch-Museum, einem der modernsten Technikmuseen Deutschlands, gibt es auf 3000 Quadratmetern Ausstellungsfläche fahrtüchtige Oldtimer zum Anfassen, seltene historische Plakate, weitgehend unbekannte zeitgenössische Dokumentationsfilme und Video-Animationen zu sehen. Auch die Entwicklung zweirädriger Technik ist bestens dokumentiert, zum Beispiel in den Motorradausstellungen auf Schloss Augustusburg und Schloss Wildeck. Und so steht es im Erzgebirge immer ein Stück offen, das Fenster zu einer längst vergangenen Epoche und es kommen Geschichts-, Technik- und Maschineninteressierte gleichermaßen auf ihre Kosten.

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